Frei sein?

Neueres zuerst, folgendes gepostet:

Marktplatz der Maskerade (korrigierte Fassung folgt noch - Rohentwurf mehr oder weniger...)
Neulich Abends... Samstags X
Mein Alptraum


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Marktplatz der Maskerade


Ich spaziere über den Marktplatz der Maskerade. Sehend, wer sich dort tummelt und die eigentliche Leere der Köpfe spürend. Tausend Gedanken kreisen über diesen Platz. Übertönt von der Musik in meinem Ohr, die den Schauspielern eine Leichtigkeit verleiht, welche sie scheinbar fliehend aneinander vorbeiziehen lässt. Tanzend zu ihrem nächsten Termin, nehmen sie die Absurdität ihrer unkontrollierbaren Neurosen nicht wahr. Gedanken, die sich niemand zu fassen traut. Die, die wirklich wichtig sind, gehen unter in einem Getümmel von dem alltäglichem Gedankenterror. Wie Markierungen auf den Pflastersteinen laufen die Figuren eiligst von der Bühne zu ihrem persönlichem Schauspiel außerhalb der realen Gedankenwelt.
Sonne scheint auf mein Gesicht, meine Beine nun im Brunnen baumeln lassend, betrachte ich hochrote Gesichter, die verloren ihren strikten Weg gehen. Geschminkte, aufgesetzte Gesichter, die ihre Rolle zu verstecken versuchen. Wenige, die versuchen teilzuhaben an der Realität des Marktplatzes. Ich versuche die wichtigen Gedanken zu fassen, sie zu verstehen. Beobachte, was mir unkontrollierte Gedanken über ihr kontrolliertes Leben verraten. Kleine Schritte, schnelle Schritte, auf dem Boden starrend oder in den Himmel blickend. Schatten-Spaziergänger vermeiden den Blickkontakt zum Himmel und Sonnenanbeter stoppen ihre Schritte um der Wärme ihre Aufwartung feil zu bieten.
Schatten wandern, unaufhaltsam nehmen sie die Gedanken in Besitz. Niemand bemerkt diesen stummen Nebendarsteller der sich ihrer bemächtigt. Der Wind singt die Rolle des Chores und stimmt in das plätschernde Rauschen des Brunnens ein um realisiert zu werden. Bäume neigen sich andächtig vor dem Gesang, sie verstehen die weitergetragenen wichtigen Gedanken. Der Gesang und die Gedanken vermischen sich zu einem Gewinsel des nie Gehörten. Es zieht an den Schauspielern vorbei. Ich kann es genau sehen. Der Wind singt ihnen in die Ohren, der Schatten umspielt sie unter den ehrfürchtigen Bäumen. Das Gewinsel zieht von einem Baum zum nächsten, wie eine Lawine der ewigen Angst vor dem immer fragendem und dem nie verstandenem Wort. Worte die niemand ausgesprochen hat, die nur hier zu sehen sind, weil niemand sie wahrnimmt.
Stille.
Ein Umschlag nähert sich. Wut breitet sich aus und die Straßen der Schauspieler werden von selbigen verlassen. Wie ein stummer Schrei verbreiten sie sich. Es scheint als sei die Szene herausgeschnitten aus ihrem Ablauf. Tosend wütet das Gewinsel auf zu Schreien. Dunkle Schreie umkreisen mich auf dem Marktplatz der Maskerade. Zitternd bewegt sich das Brunnenwasser um meine Beine, aufgeregt singen die Bäume merklich mehr und beugen sich der auftürmenden Wut ihres Regisseurs. Ich schalte meine Musik aus um die Wut und das Geschreie mit voller Wucht entgegen geschlagen zu bekommen. Als hätte ich darum gebeten prasseln die Argumente der Gedanken auf mich ein. Der Chor schreit sie mir entgegen und die Sonne gibt dem aufgeregtem entsetzten Vorhang diesen Schauspiels Platz. Statt ihrer heiteren Art dem Schatten das Wort zu geben, schlagen mir grelle Vorboten aus der Verzweiflung der Umnachtung ihrer Darsteller entgegen. Wut und Enttäuschung schlagen auf mich ein. Der Brunnen weint vor Aufregung. Ich sehe niemanden mehr. Ein Schleier aus Gedanken legt sich über den Marktplatz. So wie er von oben auf die Bühne tritt, scheint er Antwort von der Bühne zu bekommen. Gefühle stauen sich auf ihr und spiegeln mir die grellen Vorboten wieder.

Ich schließe meine Augen, der Vorhang fällt. Auf dieser Bühne. Dem Marktplatz der Maskerade.

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Neulich Abends.... Samstags „X“

Es ist doch manchmal wirklich erstaunlich. Wen man so kennenlernt. Manchmal ist man angenehm überrascht und ein anderes Mal überlegt man sich kurz, ob man sich den vorherigen Cocktail bei so einem Gerede, nicht noch einmal durch den Kopf gehen lässt.
Jaha, ich war wirklich stolz. Ein Cocktail für mich ganz alleine. Mit Alkohol. Selber bezahlt und (fast) ausgetrunken. Ich sitze also, alleine aber glücklich und stolz auf mich, an der Theke und schaue mir die Leutchen an. Da bekomme ich wirklich mal ein nettes Angebot. Von einem mich nett anschauendem Mann. Er will sich eine Zigarette von meinem Tabak drehen und bietet dafür zwei Filterzigaretten. Das ist doch mal fein. Und gegen ein Gespräch habe ich ja auch prinzipiell nichts einzuwenden. Er fragt mich also, ob ich nicht was trinken mag. Und ich antworte (nicht ganz ohne Stolz) das ich gerade erst einen Cocktail bekommen habe. War zwar nicht offensichtlich (war ein nur sooo großes Glas) aber okay. Man ist ja manchmal auch höflich.
Wir beginnen also ein Gespräch. Er redet von Selbstverwirklichung und Philosophie. Er erzählt von Wünschen, die man sich erfüllen muss. Ich bin begeistert. Ein richtiges Thema, mit Sinn und so! Mein Alter lässt ihn zwar etwas zurückschrecken, aber hey! Es können ja nicht nur alte Leute oder Kinder rumlaufen. An dieser Stelle sei erwähnt: er war Mitte dreißig. An und für sich weder ein Alter, für das man sich schämen muss, noch ein Alter in dem man sich alt fühlen muss. Davon abgesehen bin ich das ja gewohnt. Also, von der Altersklasse angesprochen zu werden. Also auch kein Thema. Mein nicht abgeschlossenes Studium in Philosophie lässt sein Herz merklich in die Höhe springen. Begeistert reden wir von Alltagskonventionen und dem Zwang des Individuums, sich an gewisse Gegebenheiten in der Gesellschaft orientieren zu müssen. Ab und zu lässt er zwar den Erfahrungsbonus seinerseits raushängen, aber auch damit komme ich klar. Lehrgeld will sich erarbeitet werden, denk ich mir. Wir beginnen über berufliche Verwirklichung zu debattieren. Aus tiefster Überzeugung erzähle ich ihm meinen grandiosen Plan. Den Plan, eine Arbeit zu haben, die mich fordert und interessiert. Die aber keineswegs ein Hobby sein soll. Die ich „ablegen“ kann, wenn ich nach Hause komme. Um mich meiner eigenen Verwirklichung in meinen Hobbys zu widmen. Kunst zu leben. Ohne Vorschriften eines Arbeitgebers. Und ohne Forderungen, mit meiner Arbeit vorankommen zu müssen.
Meine inbrünstige Überzeugung erntet ein tiefschürfendes Stirnrunzeln und barsche Kritik. Auch gut, ein Mensch mit eigener Überzeugung. Damit komme ich klar. Und zack, wieder ein Seitenhieb auf mein Alter. Okay, ganz ruhig. Er kennt dich ja nicht, rede ich mir cocktailschlürfend ein. Nach einer guten halben Stunde will ich natürlich wissen, wer da überhaupt vor mir sitzt. Ich setze ihm die Pistole auf die Brust und will wissen, wie er sich denn beruflich verwirklicht hat. Er zögert. Aber: keine Chance! Nun fühle ich mich herausgefordert. Und will jetzt auch mal was zum lachen haben! Er warnt mich vor. Der Beruf würde nicht zu ihm passen. Das erschüttert mich noch nicht, ich hab ihn an der Angel. Gespielt erwartungsvoll, aufrecht sitzend, herausfordernd baue ich mich neben ihm vor der Theke auf. Wohlweißlich mit einem (für ihn wohl nicht interpretierbarem) Lächeln auf den Lippen. Gas, Wasser, Scheiße Sani. Toll. Ich weiß, manchmal lässt mein Taktgefühl zu wünschen übrig. Aber man muss zu seinen kleinen Schwächen ja stehen. Ich lache also laut los.
Und gebe ihm anschließend die volle Breitseite, die ich zu bieten habe!
Punkt für mich!
Er bemerkt, dass das nicht sonderlich geschickt war. Zumindest nach diesem vorrausgehendem Gespräch. Er fängt also an sich zu rechtfertigen. An diesem Punkt eines Gespräches wird klar, wen man wirklich vor sich sitzen hat. Es sei ein Familienunternehmen. Aha! Also voll gesellschaftlich verankert und eingekettet. Vollgepumpt mit Konventionen, der Mann. Also, volle Breitseite! Da bin ich ja nicht zimperlich. Punkt für mich!
Aber der Mann gibt nicht auf. Er will eine Herausforderung, anders konnte ich mir das an diesem Punkt der Unterhaltung nicht erklären. Was ich mir für die Zukunft wünsche. Was ich vom Leben erwarte. Tja, was erwarte ich!? Dem nehme ich gleich den Wind aus den Segeln. Gedacht, gesagt. Selbstsicher sage ich sofort, das ich eine vielleicht altmodische Ader habe, was das betrifft. Irgendwann einmal Familie, ein nettes Haus und einmal im Leben will ich nach Mittelamerika. Nichts besonderes aber für mich Himmel auf Erden. Nach einem Freund fragt er. Aber ich kann ja alleine sein, Zeit um über mich selber nachzudenken. Da weiß er auch nichts zu kontern. Aber dann. Sternzeichen. Was auch immer Sternzeichen mit dieser Unterhaltung zu tun haben, das war das, wonach er die letzten zehn Minuten verzweifelt gesucht hatte. Schütze, aha! Stur, Prinzipienreiter und engstirnig. Ja ne, ist klar! Das kann der so was von vergessen. Und das habe ich auch sofort im O-Ton so verlauten lassen. Doch nun hatte er etwas, was er argumentativ für sich plausibel immer und immer wieder hervorkramen konnte. Egal, was von nun an in dem Gespräch zutage kam, es wurde mit Engstirnigkeit und Sturheit argumentativ ins Aus gesetzt. Von Punkte zählen konnte nun keine Rede mehr sein. Auf meiner Beliebtheitsskala von Dingen, die ich an Menschen nicht leiden kann, kommt diese Art der Unterhaltung nach grenzenloser Angeberei, Lügnerei und dicht gefolgt von Beleidigungen und lauten Argumenten. Glücklich über den Anblick von Arthis beim kurzen Blick in die Runde (mal sehen, wer mich retten kann) beendete ich dieses verkorkste Gespräch und nahm meinen Cocktail. Sichtlich erleichtert gab mir mein Gesprächspartner zu verstehen (dessen Namen ich immer noch nicht wusste, und das ist wohl auch gut so!) er wolle nun auch fahren.
Ich gehe also zum Arthis, der an meinem Blick die Lage sofort durchschaut hat, und ärgere mich im gleichen Augenblick, das ich mir dieses Gespräch nicht mit einem spendiertem Cocktail angetan habe. Aber man kann ja nicht alles haben. Und zum Glück wurde die Musik zu dieser fortgeschrittenen Stunde so gut, das ich beim tanzen sofort aufkommenden Frust über die Arroganz meiner Mitmenschen Luft machen konnte.


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Mein Alptraum

Jeder hat Alpträume. Und mein schlimmster war es, an diesem Abend irgendeinem Beziehungsdrama beizuwohnen. Davon wollte ich nicht wissen. Dieser Abend sollte mein erster Schritt nach meinem eigenen Drama sein. Sprich: feuchtfröhlich und alleine! Im Kick. Und es fing ganz hervorragend an. Außer meine allabendliche Cola zum durststillen habe ich an diesem ereignisträchtigem Samstag nicht ein einziges Getränk selber gezahlt.
Der Barkeeper hatte mich vergessen und mir danach ein Blue aufs Haus ausgegeben.
Und dann traf ich ihn, meinen Alptraum. Angetrunken und deprimiert saß er im KickInn. Egal, wann ich ihn traf, er hatte immer etwas über seine Beziehung zu lästern. Sie verstand dies und jenes nicht, war naiv wie fünfzehn und die Storys über ihre Familie glichen vom Slapstick her denen von Al Bundy. Ja, ich hatte irgendwie Mitleid. Und ganz nebenbei war mein Alptraum an diesem Abend äußerst spendabel. So, das ich mich durchaus mit seinem Frust anfreunden konnte.
Morgens um sechs war ich es dann, die Mitleid bekam. Von seinem Kumpel. Ich musste meinen Heimweg also nicht mit dem Zug antreten. Dafür musste ich mir auf der Fahrt mehrere eindeutige Angebote anhören. Denen entging ich aber einigermassen geschickt unter dem Vorwand, meiner armen kleinen Tiger. Die sich furchtbar einsam vorkommen mussten, wenn ich über Nacht nicht bei ihnen war.

Ich hatte den Abend fast verdrängt, als mich mein Alptraum einholte. Er rief an. Abends um zehn. Und er wollte vorbeikommen. Ich denke, nur Einstein hätte nachvollziehen können, in welch einem Dilemma ich mich befand. Es offenbarte sich eine einmalige Gelegenheit. Ein verzweifelter Mann mit Beziehungsproblemen wollte mich besuchen. Der Abend hatte von vorne herein eine einzige, riesige Überschrift: Katastrophe! Aber so eine Chance...?!
Schließlich lag es mir fern, mir einen Kerl ans Bein zu binden, der sich vielleicht schon über Kinder oder Heiratspläne Gedanken machte. Also kam er an dem Abend zu mir. Er und eine Flasche Rotwein, einen Rucksack voll Bier und Süßkram. Es dauerte auch nicht besonders lange, da druckste er mit seinem Anliegen heraus. Ich war natürlich völlig unvorbereitet und auf so eine Konversation überhaupt nicht gefasst.
Schnell wurde mir klar, was für eine Verzweiflungstat ich im Begriff war geschehen zu lassen. Und obwohl es mir aus seinen Erzählungen heraus schwer fiel, versuchte ich etwas ungeschickt seine Beziehung in ein positives Licht zu rücken. Aber er ließ nicht locker und irgendwie war das Ganze ja auch nicht unbedingt meine Baustelle, gell?
Also, warum zum Henker sollte ich mir keinen Spaß gönnen?
Ich bekam also meine Unterhaltung. Und wie!! Allerdings etwas anders als gedacht. Um seine Hemmschwelle zu senken hatte er die ganze Flasche Rotwein und den Rucksack voll Bier alleine getrunken. Sprich: Er war einfach zu betrunken um seine ganze Manneskraft auszuüben. Ich war enttäuscht. Aber behauptete natürlich, dass es okay war! Mein Alptraum war betrunken und frustriert. Und als er um sechs im Begriff war den Heimweg anzutreten, war er wieder etwas nüchterner. Allerdings dafür um einiges frustrierter als zuvor.
Den Süßkram ließ er (zu meiner Freude) hier. Belohnung für eine halbwegs amüsante, aber nicht voll befriedigende Nacht. Da stand mir die Schokolade und die Tüte Chips auch redlich zu.

Passend, als nach ein paar Tagen die Chips und die Schokolade der Vergangenheit angehörten, rief mein Alptraum erneut an. Um elf Uhr Abends. Diesmal war ich keineswegs überrascht und freute mich auf einen amüsanten Abend zu zweit. Ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht ansatzweise daran gedacht, dass es eine Steigerung von dem Abend neulich sein würde.
Diesmal nur mit Alkohol bewaffnet, bat ich meinen Alptraum erst mal einen Kaffe an. Und nach der zweiten Flasche Bier (offenbar hatte er sich diesmal schon vorher gut überlegt, was er sagen würde) fing das Drama dann von vorne an. Also klappte ich mein Sofa aus und holte die Gummis aus meinem Schrank. Wir küssten uns und beschwichtigten, dass es nur „just for fun“ sein würde und ich seiner Freundin gegenüber natürlich nichts sagen würde.
Als wir uns auszogen wurde meinem, diesmal nüchternderem Alptraum bewusst, das vor meinem Fenster kein Vorhang war. Etwas verunsichert wies er mich darauf hin. Aber was hätte ich in diesem Moment schon ausrichten können? Es blieb ihm also nichts anderes übrig, als sich damit abzufinden. Angezogen vom Duft der „Liebenden“ schnüffelten meine kleinen Tiger neugierig auf dem Schlafsofa, unter und über und neben uns her und konnten gar nicht recht verstehen, was wir dort machten. Mein sichtlich verunsicherter Alptraum gab mir wortlos zu verstehen, dass ich doch bitte die kleinen zu Anstand bewegen soll. Aber wie macht man das zwei Tigern von etwa einem halben Jahr klar? Natürlich: Gar nicht!
Noch verunsicherter wurde er, als ich die Schachtel mit den Kondomen zuckte. Nicht nur, dass die Schachtel ähnliche Geräusche machte, wie die der Tiger Leckerchens. Nein, die in Alu eingeschweißten Kondome knisterten aufregend und versprachen, dass ein genauerer Blick darauf sicher eine Belohnung wert sein dürfte. Gedacht, getan. Mein Alptraum erlebte in diesem Augenblick den seinigen. Fast hysterisch und nach Luft schnappend rettete er die Gummis vor den Tigern (die natürlich sichtlich enttäuscht waren) und verstand langsam überhaupt nicht mehr, warum ich so gelassen dabei war. Aber was erwartete er? Das ich mir den Spaß entgehen lassen würde?
Nachdem seine Manneskraft ihn wieder einmal im Stich ließ, beschloß ich, die Situation etwas zu lockern und beschwichtigte, dass er sicher bloß nervös sei. Wegen seiner Freundin und überhaupt!
Er konnte es sich nicht verkneifen, sofort daraufhin über sein Stehvermögen zu erzählen. Oder um es etwas deutlicher zu sagen: anzugeben! Er verriet mir die geheimen Tricks der Männerwelt.... Ich dachte wirklich, ich hätte bereits alles gehört. Aber das ein Mann (um anzugeben) erzählt, dass er an Schraubverschlüsse denkt um sein Stehvermögen zu verlängern, brachte mich dann völlig aus der Fassung! Ich verkniff mir lauthals loszulachen!
Unbeeindruckt von meiner nicht vorhandenen Reaktion erzählte er, dass dreier-Reihen auch eine gute Methode seien. Also langsam multiplizieren. Drei, sechs, neun, zwölf... Und ab dem Zeitpunkt funktionierte wirklich nichts mehr! Ich konnte einfach nicht mehr! Laut lachend lag ich neben meinem Alptraum, dem seine Manneskraft nicht gehorchte, der nichts-desto-trotz damit angab und auch noch erzählte, an was er beim Verkehr dachte. Neben mir lagen meine Tiger und peilten immer noch die Kondome an. In meinem Raum herein schien die Laterne auf das Sofa. Morgens verschwand er. Ohne Kaffe.

Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört.
Seitdem trainiere ich meine Tiger nicht mehr, auf das Klackern der Leckerchen-Schachtel zu hören.
Seitdem reicht der Anblick der Schachtel völlig aus.
Und ich denke, jetzt braucht meine Wohnung nur noch Vorhänge. Dann kann man evtl. noch mal darüber nachdenken ob es einen Alptraum wert ist, sich einen Kerl zu angeln...